Bangkok - unterwegs in der Millionen Metropole

Wenn man sich auf die Reise nach Thailand begibt, so wird man nach dem sehr langen Flug von Europa nach Südostasien meist zuerst seinen Fuß auf den Boden von Bangkok setzen.

Bangkok bildet heute die Drehsscheibe und den Knotenpunkt zu allen Anschlusstouren innerhalb des Landes. Ganz egal ob die Reise nach Chiang Mai und zu den Bergstämmen, mit ihrer eigenen und alten Kultur oder in das pulsierende und nahezu ausschließlich vom Tourismus existierende Pattaya geht - Ausgangspunkt wird nahezu immer Bangkok sein.

Wenn wir bei unseren Thailandreisen in Bangkok den Flieger verlassen, so beschleicht uns jedes Mal ein eigenartiges Gefühl nun wieder ein Land zu betreten, was sich gänzlich vom durch Hektik und Stress geplagten Europa und Deutschland unterscheidet.

Dennoch trügt der Schein, denn gerade in Bangkok kann man ebenfalls eine gewisse Art von Hektik - oder sagen wir besser von pulsierendem Leben beobachten, denn Thais kennen keine Hektik.

Man wird wahrscheinlich niemals genau sagen können, wie viele Menschen eigentlich in Bangkok leben, sind doch sehr viele, aus den unterschiedlichsten Regionen des Landes kommende Menschen nur als Arbeiter in Bangkok tätig.

Es sind auf alle Fälle einige Millionen, die in Bangkok leben und arbeiten, offiziell spricht man von etwa 6 Millionen Einwohnern. Das merkt man sehr deutlich sollte man einmal zu Jahreswechsel kurzfristig ein Flug-, Bus-, oder Bahnticket benötigen - ausgerechnet dann, wenn alle nicht fest in Bangkok sesshaften Thais nach Hause zu den Freunden und der Familie möchten. Dann scheint Bangkok über einen kurzen Zeitraum förmlich aufzuatmen. Kurze Zeit später ist dann alles wieder beim alten.


Plant man in der Hauptstadt von A nach B mit dem Auto zu kommen, so sollte man sehr, sehr viel Zeit einplanen. Da kann man schon einmal für wenige Kilometer eine Stunde und mehr benötigen. Ein scheinbares Chaos spielt sich Tag für Tag auf den Straßen ab und die Stadt macht den Eindruck im Smog zu ersticken. Von Zeit zu Zeit sieht man an den Straßen Polisten mit Atemschutzmasken, die versuchen mehr oder minder gut das Verkehrsgetümmel unter Kontrolle zu halten. Und dennoch ... es funktioniert.

Wenn wir in Bangkok unterwegs sind nutzen wir meist eine andere Verkehrsader der Stadt, anstatt in übervollen Bussen zu sitzen oder auf ein Taxi zu warten, nutzen wir soweit es geht den Wasserweg.

Bangkok ist umgeben mit einem einzigartigen Kanalsystem, den sogenannten Klongs.

Im Minutentakt sind hier kleinere und größere Boote unterwegs und befördern nicht nur Menschen sondern alles was man so zum Leben braucht.

Wer das manchmal nicht gerade gut riechende und verschmutzte Wasser, auf dem die Boote fahren akzeptieren kann und nicht davor abschreckt überwiegen nur mit Thais unterwegs zu sein, der sollte diese Möglichkeit nutzen um sich in der Stadt zu bewegen, vorausgesetzt sein Ziel liegt auf der Fahrtroute der Boote.

Die Boote sind mit etwa mit 15 THB (0,30 €) mehr als preiswert und man kann noch mancherlei tolle Dinge auf einer solchen Fahrt erleben.

In Bangkok scheinen die Kulturen des alten Siam und des modernen Thailand nahtlos ineinander zusammen zu fließen. Neben den vielen modernen Geschäftshäusern, Hotels und Märkten prägen zahlreiche alte, Geschichtsträchtige Tempelanlagen das Bild der Stadt.

Für Bangkok hat es offenbar nie konsequente Bebauungspläne gegeben, nicht umsonst sind Grundstückspreise mit denen der westlichen Welt vergleichbar und wachsen einzelne Gebäude immer mehr in den Himmel. Firmen und Konzerne buhlen ständig und überall in Bangkok mit Werbung um die Gunst der Kundschaft.

Hinzu kommen ganze Massagepaläste, die möglicherweise auch diese und jene fragwürdige Dienstleistung anbieten. Wer im Besonderem darauf aus ist dem besagten ältesten Gewerbe der Welt nachzugehen bzw. diese Dienstleistung zu nutzen, der wird sicher in Bangkok so manche "gute" Adresse finden, sei es in Patpong oder anderen Stadtteilen, doch dies ist nicht unser Stil, so dass es unsererseits auch nichts darüber zu berichten gibt.

Bangkok bietet sicher bessere Erlebnisse, als einzig ein pulsierendes Nachleben mit den "Schönen der Nacht" und so manchem Tingel Tangel.

Sehr imposant und von zahlreichen Touristen ständig besucht sind unter anderem der Große Palast und Wat Phra Kaeo, der Königspalast. Es ist zu tiefst beeindruckend die Tempel der Anlage, welche in einem hervorragenden Zustand von den hohen Fertigkeiten früherer Kulturen erzählen zu besichtigen. Der Bau der Anlage als Wohnsitz des Smaragd - Buddhas und des Königs begann 1782, als Bangkok zur Hauptstadt des damaligen Königreiches Siam ausgerufen wurde.

Wat Phra Kaeo gilt noch heute als heiligster Tempel Thailands, den man ausschließlich mit Knöchellanger Begleitung betreten darf, was man auch als Tourist unbedingt akzeptieren sollte.

Weitere, an dieser Stelle genannte Tempelanlagen der Stadt, welche man unbedingt gesehen haben sollte sind Wat Pho und Wat Arun.

Wat Pho ist Bangkoks ältester und größter Tempel und Thailands bedeutendste Bildungsinstitution. Wat Pho ist ein Zentrum der traditionellen Medizin und ein Institut für Massage. Im Kloster leben heute etwa 300 Mönche.

Bekannt ist Wat Pho vor allem für seinen liegendenden Buddha, eine 46 m lange Figur aus vergoldetem Gips und Backstein mit wunderschönen und in der buddhistischen Religion äußerst wichtigen Perlmutintarsien an den Füßen der Skulptur.

Nicht unweit des Wat Pho kann man sich über den Chao Phraya, der Hauptwasserader Bangkoks zum anderen Ufer übersetzen lassen um Wat Arun zu besichtigen.

Wat Arun, benannt nach der indischen Göttin der Morgenröte Aruna symbolisiert das hinduistisch - buddhistische Weltbild. Wat Arun ist heute zu einer Art Symbol von Bangkok geworden und ziert sogar die 10 Baht Münze und das Logo des Thailändischen Fremdenverkehrsverbandes TAT.

Ein besonderes Erlebnis bei einem Besuch von Bangkok ist sicherlich auch der Besuch des Stadtteils von Chinatown. Hier wird Handel groß geschrieben und so findet man neben zahlreichen Garküchen und kleineren Restaurants auch ganze Ladenhäuser, wo die Einwohner von Chinatown ihren Geschäften nachgehen.

Die Familien wohnen im ersten Stock des Hauses und haben darunter eine kleine Werkstatt oder einen Laden.

Wenn man als Tourist in Chinatown ist, so wird man sich gerade hier umsomehr als anderswo von dem geschäftigen Treiben Thailands überzeugen können. Enge Gassen und ständige wechselnde Gerüche begleiten Einem auf seinem Weg durch diesen Stadtteil, in welchem natürlich ebenfalls der Straßenverkehr alles zu ersticken droht. Tuk Tuks, Taxis und vielerlei, Motorräder und Autos tragen ihren Teil zum teilweisem Verkehrskollaps bei.

Wir waren bei unserem Besuch in Chinatown auch absolut fasziniert beim Besuch des Second Hand Markets. Unzählige Artikel aus zweiter Hand werden hier angeboten, über deren Funktionsfähigkeit und Wert man sich manchmal sicher streiten könnte. Wir haben Verkäufer gesehen, die auf Bergen von Werkzeug oder von alten Brillen gesessen haben und ihre Ware anboten. Wer etwas Geld mitbringt und vielleicht das Eine oder Andere Schnäppchen sucht, der wird hier sicher fündig werden und seinen Spaß beim Handeln haben.

Im Wat Traimit, einem kleinem unscheinbaren Tempel, der reinäußerlich nichts Besonderes darzustellen scheint kann man eine der größten Kostbarkeiten des Landes bewundern - den goldenen Buddha.

Es ist das weltweit größte Buddhabildnis aus massivem Gold. Die 4 m hohe und 5 Tonnen schwere Figur entstand im 13. Jahrhundert und nur der Zufall bescherte 1955 beim Ausbau des Hafens von Bangkok diesen wertvollen Fund, der zunächst mit Stuck überzogen war. Als man 20 Jahre nach dem Fund das Bildnis umsetzen wollte bröckelte der Stuckmantel und legte das Gold frei.

Dem buddhistischen und hinduistischen Glaubensbekenntnis und seinen religiösen Stätten kann man in Bangkok auf Schritt und Tritt begegnen. Am Eindrucksvollstem ist sicher der Erawan Schrein.

Geht man im Zentrum der Stadt in Richtung des Grand Hotel Hyatt Erawan so nimmt man mit der Zeit mitten in Straßenlärm und Abgasgestank einen sanften Duft von Weihrauch wahr.

Wenig später ist man dann auch schon an einer großen Verkehrskreuzung am Erawan Schrein angelangt. Der Schrein ist dem Hindugott Brahma gewidmet und sollte in den 50iger Jahren den Bau des Hotelgebäudes vor Problemen bewahren und Schutz gewähren.

Viele Menschen pilgern Tagtäglich hierher um ihren Glauben zu bekunden und Opfer zu bringen. Junge Thaifrauen in wunderschönen Kostümen zeigen dabei nach Traditioneller Musik Tanzelemente und machen damit die beeindruckende Stimmung, die den Erawan Schrein umgibt perfekt.

Ist man neben den vielen Sehenswürdigkeiten vom Handel und Markttreiben in Bangkok fasziniert oder auch schon etwas vom Kaufrausch besessen J, so sollte man einen Abstecher zum Chatuchak Market bei seinen Bangkoktouren einplanen.

Wer den Markt besucht betritt hier eine gigantische Fundgrube mit zeitweise mehr als 6000 Ständen, an denen man nahezu alle denkbaren Handelsgüter bekommen kann - von hochmodernen Modeartikeln über alte Möbelstücke bis hin zu Zeitschriften und Büchern in aller Art und in vielen Sprachen.

Selbst Krokodile, Kampfhähne oder anderes Getier werden hier angboten.

Ob es bei diesen fragwürdigen Angeboten immer Artgerecht zugeht muss jeder selbst beurteilen.

Man sollt früh bei Zeiten aufbrechen, will man einen geruhsamen Marktbummel unternehmen. Für das leibliche Wohl ist natürlich wie überall in Bangkok bestens gesorgt Besonders in der Dream Section wird es an heißen Tagen umso entspannter sein, wenn man den Vorteil der installierten Klimaanlagen nutzen kann.

Der Chatuchak Market - unser Tipp - ist nur an Samstagen und Sonntags ab 9.00 Uhr geöffnet.

Wir können an dieser Stelle nicht alle Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten von Bangkok aufzählen. Will man Bangkok richtig kennen lernen, so benötigt man sicher einige Tage. Man sollte sich vor einem Besuch der Stadt eingehend über diese und jene Ziele seines Besuches informieren um seine Pläne, auch in Hinsicht des dichten Verkehrs und des Faktors Zeit erfüllen zu können.

Wer diese Zeit findet und auch einige andere Teile des Landes kennt, der wird sicher schnell zu dem Schluß gelangen, dass Bangkok nicht mit anderen Regionen Thailands vergleichbar ist. Das Leben in Bangkok ist anders als in Phuket, Udon Thani oder Khorat.

Bangkok ist eine Weltstadt geprägt von Reichtum und Armut zugleich.

Informationen zu Bangkok erhält man unter:
TAT Bangkok (02) 6941222
Oder unter http://www.tat.or.th/

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